Stockende Konjunktur im ersten Quartal

Die Konjunktur im Kanton Luzern stockte im ersten Quartal 2016. Viele Luzerner Industriebetriebe verzeichnen eine schwache Nachfrage. Das Gastgewerbe ist mit einer schlechteren Ertragslage konfrontiert. Im Detailhandel ist die Geschäftslage verhalten. Eine gute Lage zeigt sich im Baugewerbe. Die Arbeitslosenquote steigt auf 2,4 Prozent, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt.

Foto WB-Archiv

In der Industrie, im Detailhandel, im Bau- und Gastgewerbe schätzten die von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich befragten Luzerner Unternehmen die Geschäftslage Ende des ersten Quartals 2016 ähnlich ein, wie Ende des vierten Quartals 2015. Industrie und Gastgewerbe beurteilten die Geschäftslage insgesamt als befriedigend. Im Detailhandel wurde sie häufiger als schlecht denn als gut bezeichnet. Einzig im Baugewerbe war die Lage gut. Die Arbeitslosenquote im Kanton Luzern stieg im ersten Quartal 2016 auf 2,4 Prozent (1. Quartal 2015: 2,1 Prozent).

Nachfrageschwäche in der Industrie, Ertragsrückgang im Gastgewerbe
61 Prozent der befragten Luzerner Industriebetriebe verzeichneten Ende des ersten Quartals 2016 weiterhin eine mangelnde Nachfrage. Die Ertragslage (Margen- und Mengenentwicklung) hat sich im Quartalsrückblick bei doppelt so vielen Firmen verschlechtert als verbessert, bei knapp zwei Dritteln blieb sie unverändert.

Im Gastgewerbe verschlechterte sich die Ertragslage bei 42 Prozent der befragten Betriebe (45 Prozent unverändert). Die Beherbergungsbetriebe meldeten dabei häufiger eine Verschlechterung der Erträge als die Gaststätten.

Gute Geschäftslage im Aus- und Tiefbau, verhaltene Lage im Detailhandel
Im Baugewerbe war die Geschäftslage im ersten Quartal 2016 auf gutem Niveau stabil. Die leichte konjunkturelle Abkühlung, die sich Ende 2015 gezeigt hatte, setzte sich nicht fort. Als gut beurteilt wurde die Geschäftslage bei den Firmen im Tiefbau und bei den Ausbaubetrieben. Im Hochbau war die Lage insgesamt befriedigend.

Im Detailhandel war die Geschäftslage im ersten Quartal verhalten; mehr befragte Betriebe bezeichneten die Lage Ende März als schlecht (31%) denn als gut (16%). Die Mehrheit der Detaillisten rechnet nicht damit, dass sich die Geschäftslage bis Herbst 2016 verändert.

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